Systematische Aspekte

Das Forschungsprojekt geht davon aus, dass es grundsätzlich die Aufgabe von Theatrotherapie ist, Subjektivität wieder herzustellen. Wenngleich die Prozeduren und Zielsetzungen dieser Wiederherstellung historisch differieren, so kann man doch sagen, dass für alle theatertherapeutischen Ansätze der situative, ereignishafte Charakter der therapeutischen Szene einen hohen Stellenwert besitzt.

Idealtypisch wird in der theatertherapeutischen Szene etwas sichtbar, was man als therapeutische Evidenz beschreiben kann. Es findet eine Spiegelung statt, die es dem zu heilenden Subjekt gestattet ‚sich’ oder virulente, ggf. pathologische Strukturen wieder zu erkennen und mit letzteren spielerisch in Beziehung zu treten. Theatrotherapie formiert einen medialen Raum, in dem die Beobachtungs- und Zugriffsmöglichkeiten der am theatertherapeutischen Prozess Beteiligten geregelt werden. Insofern konstituiert sie Subjektpositionen und die mit diesen verbundenen Beobachtungschancen und Handlungsoptionen. >
Subjekt

In systematischer Hinsicht fragt das Forschungsprojekt danach, wie die theatertherapeutische Szene ihre eigene Evidenz erzeugt. Um die Evidenzerzeugung in ihrem historischen Wandel erfassen zu können, wird es eine zentrale Aufgabe sein, eine Typologie der theatertherapeutischen Szenen zu erstellen. >
Szene